Escola Popular

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Culto em Ferropolis/Gräfenhainichen

21 de Maio 2009.

Celebrou-se o culto com uma diferente atmosfera, sob o tema "Não se deixe levar pela violência". Nós trouxemos cultura para o culto celebrado pelo pastor Kindler. Há quatro anos atrás participamos deste mesmo culto de Pentecostes desta comunidade do pastor Kindler neste mesmo lugar, um grande galpão de uma mina de carvão desativada em Ferropolis. O salão dessa velha fabrica ficou pequeno para tanta gente. Por isso as portas ficaram abertas, criando um momento muito simbólico. A Escola Popular contribuiu com o tema e foi uma ótima oportunidade de diferentes sotaques se reunirem. Lá estavam 59 voluntários e participantes da Escola Popular, que levaram a proposta de uma comunidade mais unida.

+ Retroação do pastor Kindler

Lieber Herr Neumann,

im Namen einer großen Gottesdienstgemeinde am Tag Christi Himmelfahrt am 21.5.2009 in Ferropolis darf ich Ihnen herzlich danken für den gelungenen Beitrag der ESCOLA POPULAR. Sicher haben Sie schon gehört, dass wir auf Grund des schlechten Wetters den Gottesdienst nicht im Freien feiern konnten, sondern in der sog. Orangerie (alte Fabrikhalle) Unterkunft fanden. Das tat dem großen Anklang aber keinen Abbruch. Nach meinem Eindruck hat alles prima geklappt. Maik konnte die Gemeinde von Anfang an motivieren mitzumachen und hatte die große Gruppe der Trommler gut „im Griff". Der Wortbeitrag von Ruben war klar und verständlich, so dass ich live darauf Bezug nehmen konnte und meine vorbereitete Predigt gar nicht zu halten brauchte... . Für Ihre Arbeit mit diesen jungen Leuten und ihrer inhaltlichen Ausrichtung wünsche ich Ihnen Gottes Geleit.

Herzlich, E. Kindler

+ Discurso do Ruben Marschall

- Liebe Gemeinde, im Namen der Escola Popular möchte ich meinen Dank und meine Freude dafür ausdrücken, dass wir heute hier sein dürfen.
- Die jungen Menschen, die heute diesen Gottesdienst auf so musikalische Weise bereichern sind ein Teil der Escola Popular, einer Profilgemeinde der EKM, die es sich zum Ziel gemacht hat, die christliche Botschaft in der Lebensfreude der Samba und Capoeira miteinander zu teilen.
- Wenn sie das, was ich gerade gesagt habe, so hören - christliche Botschaft, Lebensfreude, miteinander teilen - dann fragen sie sich vielleicht, wie das Gesehene mit dem Gehörten zusammen passt.
- Denn sie vermuten richtig: was sie gerade gesehen haben, mutet an wie ein Kampf.
- Aber was kann dieser ritualisierte Kampftanz Capoeira mit dem heutigen Thema zu tun haben? Wie kann ein Kampf, also der Inbegriff von Gewalt, in einen Gottesdienst passen, der das Thema „Verlasst euch nicht auf Gewalt" hat?
- Ich möchte diese Frage auf ganz persönliche Weise beantworten.
- Für mich ist Gewalt sehr vielschichtig, sie findet nicht nur dann statt, wenn jemandem körperliches Leid zugefügt wird, sondern auch wenn die Seele leidet.
- Ich selbst habe solche Situation oft erlebt. Ich bin schwarz. Und als Jugendlicher musste ich oft Demütigungen und Abgrenzungen über mich ergehen lassen.
- Ja klar!!!-------Pause
- Durch die gute Erziehung meiner Eltern und die Nähe zur Kirche, bin ich ein Mensch geworden, der sich sogar davor scheut Gewalt anzuwenden.
- Aber ich bin mir auch, und gerade aufgrund meiner eigenen Erfahrungen, bewusst, dass Gewalt immer zu unserem Leben gehören wird.
- Gewalt ist in der Vielfalt ihrer verschiedenen Facetten ein in der Gesellschaft still legitimiertes Mittel. Sie ist oft der einfachste Weg zum erreichen von Zielen.
- Ich bin der Meinung, dass Gewalt sich niemals völlig vermeiden lässt, den sie ist, wenn auch negativ belegt, ein Symbol für unser Menschsein.
- Viele von Ihnen kennen die Situationen, in denen das eigene Kind es geschafft hat, einen so auf die Palme zu treiben, das einem am Ende doch die Hand ausgerutscht ist.
- Gewalt ist ein Teil des Lebens und auch ein Teil der Capoeira.
- Für mich ist also die eigentliche Frage, die wir uns Stellen müssen: Wie gehe ich mit Gewalt um?
- Und genau an dieser Stelle setzen wir in der Escola an.
- Denn natürlich lässt sich der Gebrauch von Gewalt, durch gute Erziehung oder Soziale Arbeit, eingrenzen. Die Escola Popular hat verschiedene Projekte, die diesen präventiven Ansatz unterstützen. So machen wir Samba im Gefängnis und Capoeira an Förderschulen.
- Für junge Christen ist es aber ein Fakt, dass sie sich im Leben immer wieder mit Gewalt konfrontiert sehen.
- Es verlangt Courage und Selbstbewusstsein, um bei der Konfrontation mit Gewalt nicht selber wieder mit Gewalt zu antworten.
- In der Escola wollen wir vermitteln, dass Gewalt nicht zum Ziel führt.
- Jesus spricht: „Wenn dich jemand auf die linke Wange schlägt, so halte ihm auch die rechte Wange hin"
- Ich kann diesen Satz nur so verstehen, dass Gewalt zu nichts führt, und dass Jesus uns auffordert, nicht wegzulaufen, sondern aktiv die Gewalt anzugehen.
- Für mich ist Capoeira genau der Moment, in dem man den Schlag auf die zweite Wange schon erhalten hat. In der Capoeira spielt man in dem gegenseitigen Einverständnis miteinander, bei Fehltritten oder Ausrastern des Gegenübers gemeinsam weiter zu gehen. Weiter zu spielen.
- In der Escola möchten wir jungen Menschen beibringen, wie man nach einem erhaltenen Schlag aufstehen kann und sein gegenüber aus tiefem Herzen anlacht. Weil man im Idealfall das Wesen der Gewalt verstanden hat und einsieht, dass derjenige der Gewalt ausübt, das eigentliche Opfer ist, und sich hat verführen lassen. Der Täter ist der, der unsere Hilfe braucht.
- Denn nicht Auge um Auge, Zahn um Zahn sondern im Glauben an das Gute, im Glauben an den Weg Gottes, durch einander vergeben, können wir lernen, uns nicht mehr auf Gewalt zu verlassen.

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