Escola Popular

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TAGESLOSUNG

27.07.2017

Gehorsam ist besser als Opfer.
1.Samuel 15,22

Selig sind, die das Wort Gottes hören und bewahren.
Lukas 11,28

SOZIALE NETZWERKE

BRÜCKEN BAUEN – Brasilien und Deutschland begegnen sich in der Escola Popular

Delegation der Escola in Curitiba mit Bischof Schieferdecker, August 2010
Delegation der Escola in Curitiba mit Bischof Schieferdecker, August 2010

Ein Kooperationsprojekt zwischen der Escola Popular der EKM und der Synode von Paranapanema (IECLB)

 

Seit 2009 entwickeln wir unser Projekt „Brücken bauen" in den beiden Landeskirchen in Brasilien und Deutschland. Es begann als Praktikum und ist heute eine Kooperation, die Mission und Bildung fördert. Mit unserer Entsendung der ersten Praktikantin nach Brasilien feiert diese Kooperation nun ihr zweijähriges Bestehen. Isabell Le Blanc wird in Curitiba/Paraná in einem sozialen Projekt („Dorcas") mitarbeiten und den Ansatz der Escola Popular einbringen.

Das Projekt „Brücken bauen" besteht aus sämtlichen Kooperations- und Austauscheinsätzen, die zwischen den beiden Kirchen stattfinden. Dazu zählen unter anderem der Aufbau von Praktikumsstellen in Verbindung mit gegenseitigen Austauschprogrammen, sowie der Aufbau von Gruppen in den Gemeinden der Synode von Paranapanema.
In der aktuellen Phase findet das Projekt in der Escola Popular der EKM und in der Synode von Paranapanema statt. Es wird geleitet von Andréa Schieferdecker und Fábio de Castilhos Lima, unter Begleitung von Hans-Jürgen Neumann, Leiter der Escola Popular.

+ Vision

Eine Kooperation der EKM und der Synode Paranapanema in Brasilien:

Hans-Jürgen Neumann entwickelt seit 2009 gemeinsam mit den KünstlerInnen Andréa Schieferdecker und Fábio de Castilhos Lima die Zusammenarbeit zwischen beiden Landeskirchen. Die Arbeit der Escola Popular nimmt dabei für beide Kirchen eine Schlüsselstellung ein. Beide Kirchen sollen daher Impulse für ihre Gemeinden bekommen sowie sich auch gegenseitig mit ihren jeweiligen Erfahrungen bereichern.
Nicht zuletzt gewinnt die Escola Popular in diesem Prozess an Profil, welches ihre Stellung im Kontext evangelischer Bildungsarbeit weiter hervorhebt.

Neben persönlichen Kontakten und Besuchsreisen werden Praktikumsstellen auf- und ausgebaut, sowie langfristige und nachhaltige Projekte im Aufbau von Gruppen und der Bildungsarbeit verwirklicht.

Künstlerische Äußerungen werden als Ausdrucksform von Glaubensfragen wie auch des christlichen Glaubens selbst begriffen. Insofern stellen die beteiligten lutherischen Kirchen diese neue, aktive wie auch aktivierende Pädagogik in den Kontext ihrer ureigensten Äußerungen in der Welt.
Damit kann eine überzeugende Identität im Glauben für verschiedenste Menschengruppen angeboten sowie von ihnen angenommen werden.

Dritte Phase: Oktober 2010 bis Dezember 2012

Die Begegnung zwischen EKM und der Synode von Paranapanema/Brasilien

+ Ziele

  • Aufbau und Stärkung der Kooperation zwischen der IECLB und der EKM durch die Escola Popular
  • Neue (theologische) Impulse für beide Kirchen
  • Aufbau von Verbindungen zwischen Menschen, Gemeinden und Institutionen
  • Mitwirkung in sozialen Projekten
  • Bereicherung der Arbeit beider Landeskirchen
  • Den theologischen Ansatz der Escola Popular durch Capoeira und Samba nach Südbrasilien bringen
  • Verbreitung des Arbeitsfeldes der Escola Popular
  • Mobilisierung unterschiedlichster Menschengruppen
  • Förderung der Mission in den Gemeinden und Institutionen der Lutherischen Kirchen zu
  • Verbreitung einer überzeugenden Identität im Glauben

+ Schwerpunkte

  • Koordination und Begleitung unserer Aktionen und Gruppen in der EKM und der Synode Paranapanema
  • Aufbau einer Kooperation mit dem Sozialprojekt Dorcas in Curitiba/Paraná
  • Fortlaufende Übersetzung unserer Webseiten ins brasilianische Portugiesisch
  • Vernetzung und Veröffentlichung unserer Arbeit nach/in Brasilien, besonders in der IECLB (Ev.- Lutherischen Kirche in Brasilien)
  • Begleitung von Praktikumsstellen und Praktikanten in Brasilien und Deutschland
  • Kampagne für nachhaltige Entwicklung (Spendenaktion)
  • Unterstützung bei Austausch und Bildungsprogramm
  • Etablierung von Gruppen der Escola in Curitiba

Projektfortschritt

Erik Zocher als dritter Praktikant der Escola in Curitiba, Brasilien

Erik Zocher arbeitet von September 2012 bis März 2013 im Sozialprojekt Dorcas in Curitiba/Paraná mit.

Das Brückenprojekt der Escola geht weiter! Unser dritter Praktikant in Brasilien, Erik Zocher aus unserer Capoeiragruppe in Leipzig, wird als erster Praktikant der Escola Popular von der Diakonie Mitteldeutschland für den ökumenischen Friedensdienst delegiert und als solcher im Projekt Dorcas mitarbeiten, wo er unsere Kooperation mit der Sínodo Paranapanema mitgestalten soll.

 

Escola Popular im Internationalen Jugendfreiwilligendienst 

Fünf neue Praktikumsstellen der Escola in Paraná, Brasilien

Das Projekt "Brücken bauen" der Escola Popular macht einen weiteren großen Schritt nach vorn: der ökumenische Friedensdienst der EKM (Diakonie Mitteldeutschland) hat vom Internationalen Jugendfreiwilligendienst fünf Praktikumsstellen für die Arbeit der Escola Popular in Brasilien bewilligt bekommen. Damit haben wir den Auftrag erhalten, im Rahmen des ökumenischen Friendensdienstes für die EKM den Jugendfreiwilligendienst in Brasilien zu organisieren. Von den fünf Stellen sind zwei Plätze für das Projekt Dorcas in Curitiba, Paraná vorgesehen sowie drei Plätze in der Synode von Paranapanema mit verschiedenen Einsatzmöglichkeiten in der Region.

» Weitere Informationen zu den Praktikumsstellen und zur Bewerbung

Praktikumsreflexion von Patrik Ravano

Vom 2. bis 21. Juli absolvierte Patrik Ravano aus unserer Capoeiragruppe in Gießen ein freiwilliges Praktikum in der Escola Popular in Thüringen. Während dieser Zeit begleitete er Guilherme Zen intensiv bei dessen Praktikum vor Ort und trug damit wesentlich zum Fortschritt des Brückenprojektes bei.

Seit nun schon etwas mehr als 2 Wochen bin ich in der Escola Popular als Praktikant unterwegs.
Gleich bei meinem ersten Tag habe ich Neues gelernt bei Stephan in meiner ersten Sambaprobe hier in Weimar.  Es ist bewundernswert mit welcher Leichtigkeit, so scheint es, die Gruppe Beat für Beat in den Proben diese riesige Freude produziert. Dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass es keineswegs leicht ist dahin zu kommen, sondern harte Arbeit. Als Anfänger ist man jedoch im Samba nicht einfach aufgeschmissen! Ich habe nach nur einer Probe schon bei einem Auftritt mitgewirkt (Umzug in Kirchheim).
Ich besuche seit meinem Aufenthalt hier in Thüringen die verschiedenen Capoeiragruppen der Escola. Ich habe dabei realisiert, wie wichtig die Escola-Tage sind, wenn wir alle eine Einheit bilden wollen. Die Trainings in den verschiedenen Städten sind sehr verschieden vom Niveau, den Trainingsmöglichkeiten,  der Besetzung und dem Stil.
Es gefällt mir sehr zu sehen, wie viele verschiedene Menschen ihren gemeinsamen Nenner in der Escola finden. Diese ganzen schönen Erfahrungen sammle ich nicht alleine, sondern mit Zen gemeinsam, der grade aus Brasilien hier ist und auch sein Praktikum in der Escola macht.
Ich denke, dass wir beide von unseren parallel laufenden Praktika profitieren.
Weil Zen kein Deutsch spricht, habe ich schon viel Portugiesisch von ihm gelernt, anders herum übersetzte ich Zen in den Gruppen und gebe ihm die Möglichkeit sich mitzuteilen.
In den Gruppen hat Zen von Dorcas in Brasilien erzählt, ein Soziales Projekt, welches eng mit der Kirche arbeitet und auch mit der Escola.  
Mit Sicherheit war eines der Highlights das tff (Tanz und Folk Festival), bei dem uns auch Isabell begleitet hat.
Es waren sehr intensive Wochen. Wir besuchten die Wartburg,  das ehemalige Konzentrationslager in Buchenwald, das tff und dazwischen waren immer Trainings und die Stadtbesichtigungen von Weimar über Eisenach, Leipzig, Jena und Gießen sowie Arnstadt, wo wir auch ein schönes Fest mit der Familie Neumann und Nachbarschaft genießen konnten. Es gab viel Zeit um verschiedenste Eindrücke mitzunehmen.
Als ich einen Tag vor Zens Abreise alleine mit ihm beim Abendessen saß, und ihn fragte wie es ihm hier gefiel, antwortete er mir zunächst sehr kurz und sagte: „Es war sehr schön und es hat mir echt gefallen!“, aber als ich die Frage vertiefte und fragte wie er sich gefühlt hat bei all den Leuten, wie sie ihn behandelt haben, wie er aufgenommen wurde, wie ihm die Arbeit gefallen hat ..antwortete er nur, wieder kurz und diesmal etwas leiser:

„Ich glaube, dass ein Mensch kein Einzelgänger ist und er sich gut fühlt solange er Menschen um sich hat die ihn gut behandeln…“

Zuletzt wischte er sich noch eine Träne aus dem Auge und wünschte mir eine gute Nacht.
Bei seiner Abreise hat er mit Fábio, Isabell und mir am Bahnhof nochmal seine letzte deutsche  Cerveja getrunken.
Für's erste.
  
 LG und Axé
Patrik Paciência Ravano

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Praktikum von Guilherme Zen bei der Escola in Deutschland

Vom 25. Juni bis 16. Juli 2012 absolvierte Guilherme Zen aus Curitiba, Paraná ein Praktikum in der Escola im Rahmen unseres Brückenprojektes. In Curitiba hat er während des Praktikums von Isabell le Blanc dort im Sozialprojekt Dorcas gemeinsam mit ihr das Capoeiratraining koordiniert und geleitet. Während seines Aufenthaltes in Deutschland besuchte er unsere Capoeira- und Sambagruppen in Gießen, Weimar, Arnstadt, Eisenach und Leipzig, nahm an unseren Trainings und Proben teil und wirkte bei mehreren Auftritten und Workshops mit. Außerdem lernte er Land und Leute kennen und besuchte u.a. das Tanz- und Folkfestival in Rudolstadt. Dies ist seine persönliche Praktikumsreflexion.

Meine Reise nach Deutschland begann bereits mit meinen Vorbereitungen für meine Ausreise aus Brasilien: drei Wochen vor dem Flug war mein Reisepass fertig und viele Freunde und Verwandte wussten bereits von meinem Vorhaben.

Am Montag, den 25. Juni startete ich vom Flughafen Curitiba und flog über São Paulo nach Frankfurt am Main. Als ich in Frankfurt ankam, wurde ich von einigen Mitarbeitern der Escola Popular empfangen: Stephan, Sue, Isabell und Hans.

Die 23 Tage, die ich in Deutschland verbrachte, waren wirklich ein Marathon: es war gerade genug Zeit, um all die Menschen, Orte, Städte, Sehenswürdigkeiten, Kirchen, Schule, Parks, Bars, Restaurants, typisch deutsches Essen und Getränke, Familien und vor allem das Projekt der Escola Popular und die daran beteiligten Personen kennenzulernen. Ich bin sehr froh, dass ich diese Erfahrungen machen durfte. Die Lebensqualität, Sicherheit, Bildung und der Respekt der Menschen in Deutschland haben mich überrascht!

Bezogen auf die Escola Popular überraschte mich die Anfangsgeschichte des Projektes (Anfang der 1990er Jahre) sowie Form und Kontext in dem sie in Deutschland gewachsen ist. Ich hatte die Möglichkeit an vielen Capoeira-Trainings und Sambaproben in verschiedenen Städten teilzunehmen. Während ich die meiste Zeit in Weimar verbrachte, fuhr ich jeweils für einige Tage nach Arnstadt, Gießen, Eisenach und Leipzig, um die dortigen Gruppen kennenzulernen. Übernachten konnte ich immer bei Mitgliedern der Escola, die mich sehr herzlich empfangen haben. Es war sehr interessant herauszufinden, dass all die Gruppen in den verschiedenen Städten jeweils ihre eigene Art haben, eine Gruppe zu sein, egal ob beim Capoeira oder Samba. Jede Gruppe hat ihre eigene Geschichte und Identität, aber gleichzeitig haben alle sozusagen die „DNA“ der Escola Popular. Während meines Aufenthaltes konnte ich an zwei Auftritten der Escola und einem Workshop beim Schülerkirchentag teilnehmen – auch dies waren sehr positive Erfahrungen!

Während meines Aufenthaltes konnte ich auch soziale und religiöse Aspekte der Städte, die ich besuchte, kennenlernen. Ich erfuhr, dass Johann Sebastian Bach und Martin Luther noch immer durch ihre Gesandten sprechen und dass es hier noch immer eine traditionelle christliche Identität gibt – dies habe ich während eines Gottesdienstes festgestellt, den ich mit Hans-Jürgen besuchte. Zumindest die Ältesten und die Kinder bewahren noch diese Tradition und während des Schülerkirchentages konnte ich die Arbeit der Kirche mit der neuen Generation kennenlernen.

Kurz vor meiner Rückkehr nach Brasilien gab es eine Versammlung der Leitung der Escola Popular, bei der mir vorgeschlagen wurde, Escola-Mitglied zu werden. Ich habe den Vorschlag angenommen um mit Hilfe der Sínodo von Paranapanema und der Evangelischen Kirche Bom Pastor Kontinuität in die Arbeit der Escola Popular in Brasilien zu bringen.

                                                                                              Guilherme Zen de Figueiredo Neves.

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Reflexion des Sozialpraktikums im Projekt "Dorcas" von Isabell le Blanc

Abschlussbericht von Isabell le Blanc zu ihrem Praktikum von August 2011 bis Mai 2012 in Curitiba.

Denke ich an meinen zehnmonatigen Aufenthalt in Südbrasilien (Curitiba), in dem ich mein  Sozialpraktikum im Projekt „Dorcas“ absolvieren durfte, blicke ich sehnsuchtsvoll zurück.

Heute vor einem Jahr war ich noch mit der Vorbereitung meiner Reise beschäftigt und wusste kaum, was mich erwarten würde. Schon lange hatte für mich festgestanden, dass ich nach der Schule für eine Zeit nach Brasilien gehen würde. Dass ich jedoch über das Brückenprojekt der Escola Popular meinen Traum verwirklichen konnte, war für mich ein großes Glück!

Ich erinnere mich noch genau, als ich Anfang vergangenen Jahres Hans-Jürgen ganz unverbindlich bei einem Escolatag auf meine Pläne ansprach und direkt den Kontakt von Darclê (der Leiterin des Sozialprojektes) erhielt. Mit einer solchen Gelegenheit hatte ich gar nicht gerechnet - ein Sozialpraktikum mit Kindern, wo ich auch noch Capoeira zu meiner Aufgabe machen konnte, war einfach perfekt!

Gleichzeitig stellte ich fest, was es für eine Herausforderung für mich werden würde, alleine ein Jahr im Rahmen einer christlichen Gemeinde nach Brasilien zu gehen, ohne die Sprache fließend zu sprechen und Capoeira - Unterricht (in Brasilien!) zu geben, was ich zuvor kaum gemacht hatte. Trotz meiner vorherigen Reisen in das Land war mir der Süden völlig unbekannt und ich setzte mich mit den Vorurteilen „er wäre viel zu deutsch“ auseinander. Für mich war jedoch klar, dass ich eine solch gut passende und organisierte Chance wohl nicht so leicht woanders finden würde und mir in dieser europäisierten Region der Einstieg in das Land und den Alltag leichter fallen würde (was sich auch bewahrheitete).

Noch vor meiner Anreise stand ich in Kontakt mit Darclê und meiner Gastfamilie, die sich freundlicherweise dazu bereit erklärt hatte, mich für eine Zeit bei sich aufzunehmen. Diese empfingen mich sehr herzlich in Curitiba, meinem neuen Wohnort und ließen mich spüren, dass ich zu Hause war. Für mich persönlich stellte sich die Unterbringung in verschiedenen Familien als eine schöne und angenehme Erfahrung heraus. Besonders am Anfang empfand ich die Anbindung und Unterstützung als sehr hilfreich.

In der Gemeinde „Redentor“ wurde ich als neues Mitglied vorgestellt und aufgenommen. Anfangs war ich noch sehr zurückhaltend, da ich mit der Tradition der dortigen Kirche nicht in dieser Form vertraut war und auch kaum die Inhalte der Predigten verstand. Doch wurden diese Menschen zu einer Art „Familie“ vertrauter Personen, denen man einmal die Woche begegnete, sich austauschte und die sich in schwierigen Situationen um mich kümmerten (so z.B. nach dem Einbruch bei mir). In Dorcas fühlte ich mich seit dem ersten Tag sehr wohl! Die Kinder und alle Mitarbeiter nahmen mich mit offenen Armen auf und führten mich in die Arbeit ein. Mit der Zeit und durch Beobachtung spürte ich eine Entwicklung bei mir im Umgang mit den Kindern und in der Art zu unterrichten. Meine anfängliche Unsicherheit schwand und ich erlernte, eine größere Kindergruppe zu beschäftigen. Ganz besonders inspirierten mich die Gespräche mit Darclê und Ligia (der Psychologin), die mich in meiner Studienentscheidung beeinflussten.

Im Capoeiratraining durfte ich von Zen einen neuen Stil und eine neue Technik der Capoeira kennenlernen. Nebenher schulte ich mich bei einer Angola-Gruppe im Zentrum, was mein Wissen und meine Fähigkeiten in der Capoeira erweiterte.

So bin ich sehr froh, diesen Schritt gewagt und Neues habe auf mich zukommen lassen. Es bleiben viele neue Eindrücke, Erfahrungen, dazugewonnenen Freude und eine neu erlernte Sprache...

Ich habe große Hoffnung, diesen Menschen, die nun zu jenem Abschnitt meines Lebens dazugehören, wieder zu begegnen. Besonders würde ich mich über einen Austausch der Kinder von Dorcas nach Deutschland freuen, da ich weiß, was das für sie bedeuten würde, einmal aus ihrem Leben dort herauszukommen und Wertschätzung zu erfahren.

   Isabell le Blanc

PS: An dieser Stelle möchte ich mich ganz herzlich bei allen Mitwirkenden der Organisation (Hans Jürgen und Darclê) sowie den drei Familien bedanken!

» Zu den wöchentlichen Berichten von Isabell

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Bildungsreise von Ruben Marschall in Brasilien

Ruben Marschall ist von Ende März 2012 bis zum Sommer 2012 auf Bildungsreise in Brasilien (an dieser Stelle sind seine Berichte zu lesen). Seine Reise begann in Curitiba, wo auch Isabell le Blanc und René Obst Praktika für die Escola Popular absolvieren. Dort lernte er die lutherische Kirchenleitung der Synode Paranapenama sowie die laufenden Praktikum- und Sozialprojekte kennen und nahm bereits Kontakt mit weiteren potentiellen Kooperationspartnern in Salvador da Bahia auf, um Möglichkeiten für Projekte zu sondieren. Ruben ist mittlerweile in Salvador angekommen und wird sich dort weiter in der Capoeira fortbilden, um sich für seine zukünftige Anstellung in der Escola vorzubereiten und die Capoeiraarbeit in der Escola weiter zu profilieren. Zu seinen Aufgaben gehört auch, die Kooperation zwischen der lutherischen Kirche in Brasilien und der EKM voranzubringen und im Rahmen unseres Brückenprojektes weitere Aktionen anzubahnen.

 

Bericht der Dienstreise von Hans-Jürgen Neumann in der Sínodo Paranapanema

Vom 26.-30.03.2012 besuchte Hans-Jürgen Neumann die beiden Praktikanten der Escola Popular in Curitiba, Bundesland Paraná, Brasilien.

Isabelle le Blanc arbeitet seit 6 Monaten im Sozialprojekt "Dorcas", hier standen eine Zwischenauswertung und eine Orientierung auf weitere Projekte an. René Obst ist seit einem Monat Praktikant im Jugendarbeitspraktikum der Ev. Fachhochschule Berlin. Er absolviert sein Praktikum ebenfalls im Rahmen des Projektes "Brücken bauen" der Escola Popular in der Gemeinde "Bom Pastor". Hier standen eine Praktikumsorientierung und die Entwicklung eines Pilotprojektes an.

Außerdem formierte sich in Curitiba eine Gruppe interessierter ehrenamtlicher Mitarbeitender, um eine langfristige und dauerhafte Zusammenarbeit mit der Escola Popular der EKM zu entwickeln. Eine bereits geplante Besuchsreise dieser Gruppe zur Ev. Jugend der EKM und dem Jugendcamp konnte leider aufgrund fehlender finanzieller Mittel doch nicht realisiert werden und musste abgesagt werden. Dennoch fand eine Zusammenkunft statt und es kamen alle zum ersten Escolatreffen in Curitiba. Hierzu kamen außerdem eine Abordnung der Abteilung Kirchenmusik (einschließlich der Leiterin der Kirchenmusik der IECLB), der Leiter der Capoeiragruppe (mit der Leiterin von Dorcas) sowie der Pfarrer der Gemeinde Bom Pastor.

Aus Deutschland war auch eine beachtliche Delegation zusammengekommen: neben den beiden deutschen Praktikanten in Brasilien waren auch die beiden brasilianischen Praktikanten aus Deutschland, der Leiter der Abteilung Capoeira, sowie der Leiter der Escola Popular mit seiner Frau und seinen zwei Kindern anwesend. Bei diesem Treffen stand die gegenseitige Begegnung sowie die Gründung einer "Banda Popular - Paraná" im Mittelpunkt.   

Im Arbeitspensum standen auch ein Leitungstreffen zur Vorbereitung dieses Events, desweiteren der Besuch von Pfarrer Ivandro zur Information über sein geplantes Sozialprojekt mit elternlosen Kindern sowie ein Treffen mit Pfarrer Werner Fuchs zur Information zu seinem EKD Projekt zur Ökologie in den Gemeinden.

Ein Treffen mit dem Bischof sowie dem Präsidenten der Synode Paranapanema diente der Auswertung der bisherigen Kooperation und der Absprachen zur  weiteren Kooperationsentwicklung zwischen der EKM und der Synode Paranapanema.

Dazu gehörte auch die mögliche temporäre Ausweitung der Aktivitäten der Escola Popular nach Salvador im Bundesland Bahia.

Ein Besuch im Projekt Dorcas diente der Orientierung sowie der Auswertung der bisherigen Zusammenarbeit und des Praktikums sowie der Planung weiterer praktischer Schritte der Zusammenarbeit.

All diese Treffen waren von warmherzigen und offenen Begegnungen geprägt sowie von großem Engagement getragen. Es bleibt der Eindruck einer Verbundenheit in Christus, die nicht sehr kleine Hoffnung auf viele und tiefe Begegnungen und eine weiter wachsende erfolgreiche Zusammenarbeit der Escola Popular der EKM mit der Synode Paranapanema und verschiedenen Gemeinden.

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René Obst als zweiter Praktikant der Escola Popular in Curitiba, Brasilien

Im Februar 2012 sendet die Escola Popular im Rahmen des Brückenprojektes den zweiten Praktikanten nach Brasilien. René Obst studiert zur Zeit ev. Religionspädagogik in Berlin und möchte sein Gemeindepraktikum mit dem Brückenprojekt der Escola Popular verbinden. Er wird vom 20.02. - 27.05. in der Evangelisch/Lutherischen Gemeinde „Bom Pastor“ in Curitiba mitarbeiten und möchte dort im Bereich der Jugend und Familienarbeit typische gemeindliche Aufgaben kennenlernen und diese mit dem Ansatz der Escola Popular verbinden und wenn möglich gleich umsetzen. Ein ausgearbeiteter Praktikumsplan zwischen ihm, der Escola Popular und der EHB (ev. Hochschule Berlin) soll ihm seine Eingewöhnugszeit erleichtern.

René ist seit 9 Jahren aktives Mitglied der Escola und seit 7 Jahren engagiert er sich ehrenamtlich in Gruppen der Escola, gestaltet Aufritte und Workshops mit und übernimmt punktuell Verantwortung, beispielsweise in Tagesprojekten. Für ihn bietet dieses Praktikum eine einmalige Möglichkeit traditionelle Kirchenarbeit mit dem belebenden Ansatz der Escola Popular zu verbinden.

» Zu den Praktikumsberichten von René Obst

 

Praktikumsprojekt bei Dorcas in Curitiba/Brasilien 

Im Rahmen des Projektes "Brücken bauen" wird Isabell Le Blanc von August 2011 bis Juli 2012 als erste Praktikantin der Escola Popular nach Brasilien fliegen.

Auf sie wartet eine ev.-lutherische Gemeinde (die Gemeinde Cristo Redentor) und ein soziales Projekt ("Dorcas"), in welchen Isabell mitarbeiten und den Ansatz der Escola Popular einbringen soll. Ein umfangreich ausgearbeitetes Programm soll ihr die Eingewöhnung, das Erlernen der Sprache, soziale Kontakte sowie Einsatzmöglichkeiten bieten.

Isabell le Blanc ist seit 8 Jahren aktives Mitglied in einer Capoeiragruppe der Escola Popular. Sie hat sich bereits mit den Themen Kunst, Capoeira, Schauspiel, Oscar Niemeyer & Brasília beschäftigt sowie das Land auf verschiedenen Reisen kennen gelernt. Nach ihrem Abitur will sie in unserem Projekt ein Jahr praktische Erfahrungen sammeln bevor sie anstrebt ein Studium in Deutschland aufzunehmen.  
 

Besuch von Bischof Jorge Schieferdecker in der EKD und der Escola Popular im Oktober/November 2011

Von Oktober bis November 2011 war der Bischof der Landeskirche (Sínodo) von Paranapanema, Brasilien für einen Studienaufenthalt zu Besuch in Deutschland. Neben verschiedenen Stationen in der EKD war er zu Gast in der Escola Popular und lernte dabei intensiv unsere Arbeit in unseren verschiedenen Gruppen kennen. Er nahm an mehreren unserer Veranstaltungen teil und entwickelte das Projekt "Brücken bauen" mit weiter. Bischof Schieferdecker fasste anschließend die Arbeit der Escola Popular in folgendem Zitat zusammen:

"Die Escola Popular hat einen Unterschied, der von Christen in Brasilien sehr hoch bewertet wird: es handelt sich um einen Einsatz der Kirche für und von Menschen, die außerhalb der Kirche sind. Besonderes Interesse erweckt die Art und Weise, in der die Escola Popular Elementen der brasilianischen Kultur – Samba und Capoeira verwendet. Was von einigen als wertlos bezeichnet und in bestimmten Kontexten sogar dämonisiert wird, bringt in der Escola Popular Menschen – besonders Jugendliche – für Gerechtigkeit zusammen und bildet ein Werkzeug, welches das Erleben christlicher Werte ermöglicht."

 

Reise von Andréa und Fábio zum Projekt Dorcas im März 2011

Nach dem Besuch zweier Brasilianer der Synode von Paranapanema bei der Escola Popular im Oktober 2010 und Januar/Februar 2011 reisten Andréa Schieferdecker und Fábio de Castilhos Lima im März 2011 nach Curitiba/Paraná, um der brasilianischen Synode die Fortschritte der Partnerschaft zu präsentieren, die seit dem Besuch der Escolaleitung in Paraná (August 2010) gemacht wurden. Sie trafen sich mit der Leitung des Projektes Dorcas sowie mit der Gemeinde Cristo Redentor und bauten Kontakt mit Gemeinden in Rio de Janeiro und im Nordosten auf. Dies waren wichtige Fortschritte des Brückenprojektes.

Zuerst waren sie am Sitz der Synode von Paranapanema, wo sie sich mit der Kirchenleitung trafen und die Neuigkeiten aus Deutschland präsentierten. Dort wurde das Praktikumsprojekt bestätigt: das Sozialprojekt Dorcas wird im Rahmen des Brückenprojektes, einer Kooperation der Synode von Paranapanema und der Escola Popular, eineN deutscheN PraktikantIn (Mitglied der Escola Popular) empfangen, um dort Samba und/oder Capoeira zu realisieren. Bei diesem Treffen wurde außerdem Lucas Ferreira Frühauf von der Synode als Projektbeauftragter bestätigt. Er wird den Fortschritt der Partnerschaft ehrenamtlich begleiten sowie den/die PraktikantIn aus der Escola unterstützend begleiten. Desweiteren wird Lucas gemeinsam mit dem/der PraktikantIn neue Kooperationsmöglichkeiten zwischen Gemeinden und Projekten der Synode von Paranapanema und der Escola Popular erarbeiten sowie neue Perspektiven der gemeinsamen Arbeit entwickeln. Dabei wird er als Repräsentant der Escola Popular in Brasilien fungieren und intensiven Kontakt mit deren Leitung pflegen.

Beim zweiten Treffen, das in der Gemeinde von Redentor (Träger des Projektes Dorcas) stattfand, sprachen Andréa und Fábio mit dem Bischoff der Synode von Paranapanema, Jorge Schieferdecker, dem ordinierten Pastor der Gemeinde P. Marcos Antônio da Silva und der Koordinatorin des Projektes Dorcas, Darclê Westphal da Cunha. Dort wurden die Struktur des Praktikumsprojektes sowie die Verantwortlichkeiten der einzelnen Beteiligten skizziert.
Im Rahmen des dritten Treffens legten sie gemeinsam mit Darclê und Lucas die Basis des Praktikums fest. Hier wurden nicht nur Ziele und Pläne besprochen, sondern auch organisatorische Aufgaben der einzelnen Beteiligten. Ebenso wurde die Teilnahme der PraktikantIn an den wöchentlichen organisatorischen Treffen des Dorcas-Projektes vereinbart. Neben der Gelegenheit, sich vor Ort einen Eindruck des Projektes zu machen, war es den beiden auch möglich, Guilherme Zen kennenzulernen. Er ist der Capoeiralehrer bei Dorcas, der die PraktikantIn begleiten und mit ihr arbeiten wird. Zen hat dabei großes Interesse an dieser Zusammenarbeit gezeigt, nicht zuletzt da er ein aktives Mitglied der Redentor-Gemeinde ist und Theologie studiert.

Alle Beteiligten sind sehr an dem Praktikumsprojekt interessiert, von dessen Erfolg überzeugt und knüpfen überaus positive Erwartungen daran. Die entwickelten Ideen der bilateralen Begegnung nehmen reale Gestalt an und haben bereits Brücken zwischen Ländern, Gemeinden und vor allem Menschen gebaut.

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Besuch von Lucas Ferreira Fruhauf (Paraná, Brasilien) bei der Escola Popular (Thüringen, Deutschland)

Lucas Ferreira Fruhauf besuchte vom 17. Januar bis 9. Februar 2011 die Escola Popular der EKM in Weimar (Thüringen, Deutschland). Lucas ist Glied der Cristo-Redentor-Gemeinde in Curitiba, die zur Synode von Paranapanema gehört. Er ist Musiker, Leiter des Gemeindechors und Mitglied der Gemeindeleitung. Die Escola-Leitung lernte Lucas auf ihrer Reise nach Brasilien während des vierten Musik-Workshops der Synode kennen und nahm dort an einem von ihm geleiteten Arrangementkurs teil. Lucas zeigte sich sehr interessiert an unserer Arbeit in Deutschland und so luden wir ihn ein.
Die Hauptziele des Besuchs waren: die Praktische Arbeit, die Theorie und die Funktionsweise der Escola kennenlernen, die Partnerschaft mit der Synode von Paranapanema voranbringen und deren nächstes Projekt konkretisieren.

In Deutschland hat Lucas in erster Linie an den Veranstaltungen der Escola Popular teilgenommen, Trainings und Proben in den Gruppen mitgestaltet, die Mitglieder der Escola kennengelernt, einen Musikworkshop gegeben, Proben der Banda Popular mit dem Ziel neuer musikalischer Impulse mitgestaltet, andere Gemeinden der Region kennengelernt und an deren Veranstaltungen teilgenommen und die Arbeit der EKM insgesamt kennengelernt. Parallel zu diesen Aktivitäten engagierte er sich bei einer caritativen Aktion der Escola in der Orthopädischen Klinik des Marienstifts in Arnstadt. Das Krankenhaus spendete die ortopädisch-chirurgische Behandlung eines angolanischen Jungen und Lucas war für die Kommunikation auf Portugiesisch verantwortlich. Desweiteren besuchte er verschiedene Städte und touristische Ziele der Region (u.a. Jena, Erfurt, Eisenach, Oberhof, die Wartburg, das ehemalige Konzentrationslager Buchenwald und die Bachkirche zu Arnstadt) und lernte ein wenig die Geschichte, die Leute und die Kultur dieses Teils Deutschlands kennen.

Die Früchte der Arbeit mit Lucas waren zahlreich: neue Impulse für die Escola Popular; neue musikalische Arrangements für die Kirchenlieder wurden produziert, die Escola bekam einen eigens für sie komponierten Samba, die Banda Popular bekam professionelle musikalische Beratung; während seines Aufenthaltes hatte die Escola mit Lucas einen weiteren Partner bei Gemeindeprojekten (wie dem Konfirmandentag, dem Escolatag, der Aktion im Marienstift); Lucas nahm zum ersten Mal an Capoeiratrainings und an einer Sambaprobe teil. Außerdem beteiligte er sich mit seinem Reisetagebuch an unserer Homepage.

Als Beitrag zum Gelingen der Partnerschaft zwischen der Synode Paranapanema und der Escola Popular soll Lucas als Freiwilliger während des nächsten Jahres arbeiten und das Austauschprojekt zwischen der Escola und Dorcas begleiten. Er wird als Repräsentant der Synode und mit deren Unterstützung an der Partnerschaft arbeiten und der von der Escola nach Brasilien entsendeten Praktikantin die nötige Unterstützung zukommen lassen. Außerdem wird er gemeinsam mit der Praktikantin nach neuen Kooperationsmöglichkeiten zwischen Gemeinden und Projekten der Synode von Paranapanema und der Escola suchen sowie neue Perspektiven der Zusammenarbeit entwickeln. Lucas wird als Repräsentant der Escola in Brasilien arbeiten und dabei intensiven Kontakt mit der Escola-Leitung halten.

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Besuch der Leitung des Sozialprojektes "Dorcas" bei der Escola Popular

Vom 15. bis 17. Oktober 2010 in Weimar/Eisenach

Darclê ist die Projektleiterin von Dorcas, ein in der Synode Paranapanema angesiedeltes Projekt einer lutherischen Gemeinde aus Curitiba. Dabei handelt es sich um soziale Arbeit unter schwierigsten Verhältnissen: 68 % Schulverweigerer im Ort, Drogen, Gewalt, Kriminalität, Kinderprostitution gehören zum dominierenden Alltagsgeschehen und prägen Generationen. Darclê wollte uns und die Arbeit der Escola selbst kennenlernen, so nutzte sie ihre private Besuchsreise, um bei uns vorbeizuschauen, mitzumachen und viele Fragen zu stellen.
So erlebten sie und einige andere Brasilianerinnen ihren ersten Berimbauunterricht und lernten engagierte Escolamitglieder in der Leitersitzung kennen. Natürlich waren die Nächte kurz, denn es gab auch viel zu erzählen, zu fragen und zu erklären. Neben einigen Lokalitäten in Weimar stand auch ein Besuch auf historischem Boden auf dem Programm. Die Wartburg, als Ort der Bibelübersetzung ist eng an das Leben und Wirken Martin Luthers gebunden. Hier wurde reformatorische und damit auch Weltgeschichte geschrieben. Die Zeit war viel zu kurz, reichte aber aus, um das Vorhaben einer zukünftigen Zusammenarbeit zu skizzieren.

Zweite Phase: März bis September 2010

Der Kontakt nach Paranapanema/Brasilien wird aufgebaut

+ Ziele

Ausgehend von unseren Zielen der ersten Phase werden Beziehungen zur IECLB/Paranapanema aufgenommen. Darüberhinaus sollen erste gemeinsame Projekte geplant und evlt. auch schon durchgeführt werden. Die Zusammenarbeit mit dem Referat für Ökumene und Weltverantwortung soll für eine weitere Kooperation geprüft werden.

 

+ Schwerpunkte

  • Weitere Betreuung unserer Webseite
  • Kommunikation und Vernetzung der Escola Popular der EKM mit der IECLB/Paranapanema
  • Begleiten von Veranstaltungen, Auftritten, Rüstzeiten
  • Portugiesischer Sprachunterricht für die Mitglieder der Escola Popular
  • Mitarbeit im Kirchengarten der Landesgartenschau in Aschersleben in Kooperation mit der Diakonie im Juli 2010
  • Intensive Sprachausbildung der beiden Praktikanten in Deutsch an der Universität in Erfurt: Vorbereitung auf die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) bis Juli 2010

+ Förderung

Diese Projektphase wird durch Fördermittel des Lothar-Kreyssig-Ökumenezentrums der EKM,  Eigenmittel der Escola Popular sowie durch Privatmittel ermöglicht.

+ Flyer zur zweiten Projektphase

Flyer (PDF, 1MB)

+ Projektfortschritt

Die Iguaçu-Wasserfälle (© Reinhard Jahn)

Reise der Leitung der Escola nach Brasilien im August 2010

Nach der positiven Resonanz auf unsere Videopräsentation zur ersten Vollversammlung der IECLB im Oktober 2009 und der Begrüßung durch die EKM intensivierten wir den Kontakt zur Synode von Paranapanema. Daraus entwickelte sich die Idee die Escola nach Brasilien zu bringen. Die Leitung der Escola Popular reist deshalb im August 2010 nach Curitiba und wird von dort aus verschiedene Gemeinden und Veranstaltungen in Südbrasilien besuchen. Im Rahmen dieser Reise sollen Kontakte geknüpft, die Arbeit der Escola Popular sowie die EKM vorgestellt und Einblicke in die Lebenswelt, Kultur und Religösität der Menschen vor Ort ergmöglicht werden. 

Folgende Stationen sind (u.a.) geplant:

  • Kultur, Kirche, Religion, Bildungseinrichtungen und soziale Projekte in Curitiba
  • Treffen mit Capoeira- und Sambagruppen in Curitiba, Guarapuava und Prudentópolis
  • Kirchentag in Ivaiporã
  • Besuch eines landesweiten Workshops für Kirchenmusik in Guarapuava
  • Besuch der Wasserfälle von Iguaçu
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» Detaillierte Reiseberichte

Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) und Studium der Freien Kunst 

Fábio und Andréa absolvierten im Juni 2010 an der Uni Erfurt die Deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang (DSH) und haben zum Wintersemester 2010/11 an der Bauhaus-Universität in Weimar ein Master-Studium der freien Kunst aufgenommen.

Erste Phase: August 2009 bis Februar 2010

Zwei Praktikanten aus Curitiba machen den Anfang

+ Auftakt des Projektes

Fábio und Andréa
Fábio und Andréa

Projekt "Brücken bauen" der Escola Popular 

mit zwei Praktikanten aus Curitiba, Brasilien:

 

Andréa Schieferdecker
23 Jahre, Universitätsabschluss Kunst

Fábio de Castilhos Lima
28 Jahre, Universitätsabschluss Kunst

 

Das „Brückenprojekt" ist die erste größere Aktion der Escola Popular in Richtung Brasilien. Mit unseren beiden Praktikanten Andréa Schieferdecker und Fábio de Castilhos Lima haben wir unsere Internetpräsenz portugiesischsprachigen Menschen und Regionen zugänglich gemacht, sowie einen Kontakt zur Lutherischen Kirche in Süd-Brasilien hergestellt.
Mit der „Arte Popular" hat die inhaltliche Arbeit der Escola Popular in der EKM kreative Impulse bekommen. Für die Praktikanten organisierten wir im Gegenzug Unterkunft, Verpflegung und zwei qualifizierte Sprachkurse als Unterstützung ihrer Promotionsvorbereitungen.
In der Fortführung des Projektes sollen die beiden die weitere Zusammenarbeit der IECLB und der Escola Popular für die EKM koodinieren und begleiten.

Das Projekt wird duch Spenden und Fördermittel ermöglicht. Sie können uns helfen, das Projekt erfolgreich durchzuführen, indem Sie spenden.

 

+ Ziele

Wir wollen Brücken zwischen Menschen und ihren Kulturen bauen, gemeinsames Lernen und Arbeiten voranbringen. Wir wollen Beziehungen über Kontinente hinweg aufbauen. Dabei gilt das Prinzip der Gerechtigkeit, sowie eine Begegnung auf Augenhöhe als Basis für die gemeinsame Arbeit.

+ Schwerpunkte

  • Übersetzung unserer Webseiten ins brasilianische Portugiesisch.
  • Die Vernetzung und Veröffentlichung unserer Arbeit nach/in Brasilien, besonders in der IECLB (Ev.- Lutherischen Kirche in Brasilien) 
  • Begleiten von Veranstaltungen, Auftritten, Rüstzeiten 
  • Portugiesischer Sprachunterricht für die Mitglieder der Escola Popular
  • Inhaltliche Angebote: interkulturelle Fortbildung - Perspektivwechsel, „Arte Popular" - bras. Volkskunst
  • Herstellung von Taschen und T-Shirts zum Jubiläumsjahr der Escola Popular „15 Jahre Schule für das Leben"
  • Mitarbeit in anderen sozialen Projekten und Einrichtungen (z.B. beim Kirchentag der EKM in Weimar im September, Kindergottesdiensttagung der EKD im Oktober, katholischer Kindergarten Arnstadt im Januar und Februar - Projekt zu Zweisprachigkeit und dem Thema: „Karneval").
  • Intensive Sprachausbildung der beiden Praktikanten in Deutsch an der Universität in Erfurt:
    Intensivkurs im September 2009, Semesterkurs von Oktober 2009 bis Februar 2010

+ Spendenaktion

Sie können das Projekt "Brücken bauen" unterstützen:

  • durch eine Spende und/oder
  • Sie werden Mitglied in unserem Förderkreis und werben 250,- Euro in Ihrem Umfeld für diese Arbeit ein
Bankverbindung: Empfänger: Escola Popular der EKM, Stichwort: "Brückenbauen", Kontonumer: 8002576, BLZ: 52060410, Kreditinstitut: EKK

Benötigte Gesamtsumme: 8050,- EUR

Bisher eingegangen:  5003,- EUR

(Stand: 17.03.2010)

 

Mitglieder im Förderkreis: Hans-Jürgen Neumann, Familie Schröder (Brasilien), Georg Wiesner, Cornelia Bischoff, Silke Stoll, Helga Marz, René Obst, Barbara und Andreas Eberle, Matthias und Ele Braecklein
Weitere Spenden: Irmgard Blischke, Marlene Bähring, Familie Reuter (Sachspenden, Kleidung), Spenden beim Sommerfest der Escola Popular, Familie Marz (Sachspenden, Kleidung), Enrico Blischke & Akiko Hamada (Japan), Familien Kantner, Familie Schubert, Markus und Rebekka Schnaus, Gudrun Wellhöfer, Kirchenkreissozialarbeit Pößneck, Iris Linz, Familie Matthias Braecklein, Katholischer Kindergarten Arnstadt & Eltern, Dr. S. und Th. Senst

 

+ Flyer zur ersten Projektphase

+ Projektfortschritt

Fábio und Andréa im kath. Kindergarten in ArnstadtEinsatz im katholischen

Kindergarten in Arnstadt 

Im Januar und Februar 2010 war ein weiterer Schwerpunkt ein Praktikum im katholischen Kindergarten in Arnstadt. Die Schwerpunkte waren Zweisprachigkeit (Deutsch/Portugiesisch), Kunst, Karneval und Musik.

» Zur Bildergalerie in der Mediathek

Titelblatt des JahreskalendersJahreskalender 2010

Bis Dezember 2009 gestalten Fábio und Andréa einen Jahreskalender (mit Monatsblättern) für 2010, anlässlich von 15 Jahren Escola Popular - Schule für das Leben. Der Kalender wird zum Kauf angeboten, der Erlös kommt dem Projekt "Brücken bauen" zugute. 

Begleiten von Veranstaltungen, Auftritten und Rüstzeiten 

Andréa und Fábio wirken während ihres Praktikums in der Escola Popular bei zahlreichen Veranstaltungen mit. Dabei arbeiten die beiden im Leitungsteam, in der Betreuung sowie der Vor- und Nachbereitung mit oder bringen eigene Beiträge ein. Außerdem unterstützen sie die wöchentlichen Capoeiratrainings (dienstags in Arnstadt, donnerstags in Weimar) sowie die Sambaproben (freitags in Arnstadt) und sind samstags bei den Anleiter- und Escolatagen im WerkHaus dabei.

Zu den Veranstaltungen gehören unter anderem: das Sommerfest der Escola Popular zum 15jährigen Bestehen, Demo gegen das Nazifest "Fest der Völker" in Pößneck, der regionale Kirchentag in Weimar, Empfang der Friedensglocken für die Herderkirche in Weimar, Projekt "Rhythmus erfahren" mit der Kirchgemeinde Streufdorf, Sambaworkshop der Escola Popular in Braunsdorf, Gesamttagung für Kindergottesdienst in Erfurt, Trauerfeier für Birgit Becker in Hopfgarten.

» Zur Mediathek

Gottesdienste Kirche in Pößneck, © Michael Sander

Im November 2009 wirken Fábio und Andréa in Pößneck an einem Gottesdienst zu dem Thema Brasilien mit. Sie werden von unserem Brückenprojekt, Brasilien und der Arte Popular berichten. Die Ergebnisse letzterer (aus Braunsdorf) werden auch Teil der Raumgestaltung sein. 

Logo der IECLBMitarbeit an einer Videopräsentation der Escola in Brasilien 

Ohne Fábios und Andréas Mitarbeit wäre diese Brücke nach Brasilien nicht zustande gekommen. Die beiden haben den Kontakt hergestellt und dann unter hohem Zeitdruck Bildmaterial zusammengestellt, Texte vom Deutschen ins Portugiesische übersetzt und diese eingesprochen.

» Zum Video in der Mediathek (und der Antwort aus Brasilien)

Reisen zu landeskundlichen und kulturellen Studien

Neben ihrer Arbeit in der Escola besuchen Andréa und Fábio einige wichtige Städte, um Land und Leute, aber ganz besonders die Kunst zu studieren. Ihr Weg führte sie bisher unter anderem nach Eisenach (Wartburg, Martin Luther), Dresden (Alte Meister, Frauenkirche), Saalfeld (Feengrotten) und Köln (Dom, zeitgenössische Kunst, Samba und Maracatú).

 

Universität ErfurtStudium der Deutschen Sprache

Andréa und Fábio haben an der Universität Erfurt im Juli 2009 einen Intensivkurs Deutsch und anschließend im März 2010 den Mittelkurs Deutsch (B1) erfolgreich abgeschlossen.

Ein Beispiel für Arte PopularArte Popular 

Fábio und Andréa haben bei mehreren Veranstaltungen die Arte Popular Brasileira (Brasilianische Volkskunst) vorgestellt und gemeinsam mit den Teilnehmenden eine Art von Kunst erarbeitet, die ohne Worte viel auszudrücken vermag.

» Zur 300jährigen Kirchweihe in Streufdorf

» Beim Sambaworkshop in Braunsdorf

» Im Marienstift Arnstadt

Andréa und Fábio im Büro in Neudietendorf

 

Übersetzung unserer Homepage ins Portugiesische 

Unsere beiden Praktikanten übersetzten diese Homepage ins Portugiesische. Für diese Brücke in den portugiesischsprachigen Raum arbeiteten sie sehr intensiv und nahmen auch Hilfe aus Brasilien in Anspruch.

» Zur portugiesischen Version