Escola Popular

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TAGESLOSUNG

23.10.2017

Befiehl dem HERRN deine Werke, so wird dein Vorhaben gelingen.
Sprüche 16,3

Gott ist's, der in euch wirkt beides, das Wollen und das Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
Philipper 2,13

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Abschlussbericht von Erik Zocher

Von September bis Dezember 2012 arbeitete Erik Zocher im Sozialprojekt Dorcas in Curitiba/Paraná mit und war damit unser dritter Praktikant in Brasilien im Rahmen unseres Brückenprojektes. Erik  kommt aus unserer Capoeiragruppe in Leipzig und wurde als erster Praktikant der Escola Popular von der Diakonie Mitteldeutschland für den ökumenischen Friedensdienst delegiert und als solcher im Projekt Dorcas mitgearbeitet, wo er u.a. unsere Kooperation mit der Sínodo Paranapanema vorangebracht hat. Sein Aufenthalt sollte eigentlich bis März 2013 dauern, doch aufgrund geänderter Gesetze war dies nicht mehr möglich. Hier nun Eriks Abschlussbericht und eine Auswahl an Fotos aus seinem Praktikum.

Hallo liebe Escoleiros,

leider bin ich nach drei Monaten schon wieder in Deutschland. Mein Brasilienaufenthalt nahm ein vorzeitiges Ende, denn aufgrund einer Gesetzesänderung war es plötzlich nicht mehr möglich länger zu bleiben. Schade, dabei hatte ich mich doch schon auf das deutsch-brasilianische Jahr 2013 gefreut und auch die beste Sambaschule in Rio de Janeiro (Unidos da Tijuca), die 2013 die deutsche Kulturgeschichte als Motto präsentieren wird, hätte ich gerne gesehen.
Natürlich bin ich etwas traurig darüber, dass ich bereits nach drei Monaten wieder zurück musste, denn Sprachkenntnisse, Freundschaften und die Möglichkeiten sich effektiv in das Projekt einzubringen wurden mit jedem Tag besser.
Ich bin aber auch sehr dankbar über die Eindrücke, Erfahrungen und Impulse, die ich in dieser Zeit sammeln konnte. 
Zên meinte, dass es für die Kinder eine wichtige Erfahrung ist, dass jemand aus einem anderen Kulturkreis zu ihnen kommt, der sich für ihre Belange interessiert, sich mit ihnen beschäftigt und sie in ihrer Entwicklung ein kleines Stück begleitet.
In der letzten Woche waren wir mit Darclê noch einmal in der angrenzenden Favela Bonfim, was mir noch einmal deutlich zeigte, wie wichtig ein soziokulturelles Projekt wie das Projekt Dorcas in einem von Armut, Kriminalität und Prostitution geprägten Stadtteil ist. Den Kindern und auch immer mehr Erwachsenen bietet das Projekt Dorcas Möglichkeiten zur Aus- und Weiterbildung, sei es ein Instrument, ein Handwerk oder eine Sportart. So verkauft eine Frau, die bereits mehrere Nähkurse im Projekt Dorcas absolviert hat, mittlerweile eigene Kleidungsstücke und repariert Kleidung für andere.
Und besonders die Leistung des Kinderchors findet überregional immer mehr Beachtung und gibt den Kindern Selbstbewusstsein und eine Menge positive Erfahrungen. Ich hoffe, dass das Projekt noch sehr lange bestehen bleibt und weitere Escoloeiros die Möglichkeit bekommen, in Curitiba einige Zeit zu verbringen und das Projekt Dorcas zu unterstützen.

Ich freue mich natürlich, dass Anderson, von der Samba-Banda der Escola Popular aus der Gemeinde Bom Pastor in Curitiba, mit seiner Freundin im Januar nach Deutschland kommt und werde beiden die Bachstadt Leipzig zeigen.

Soweit von mir.

Herzliche Grüße,

Erik