Escola Popular

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TAGESLOSUNG

18.12.2017

Er gedenkt ewiglich an seinen Bund, an das Wort, das er verheißen hat für tausend Geschlechter.
Psalm 105,8

Was zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, damit wir durch Geduld und den Trost der Schrift Hoffnung haben.
Römer 15,4

SOZIALE NETZWERKE

Deutscher Evang. Kirchentag 2011

Vom 2. bis 4. Juni 2011 in Dresden.

"Jetzt, wo die Anstrengung der Kirchentagsauftritte abgeklungen ist, schallen die euphoriegeladenen Eindrücke nach... - für alle von uns sicher ein sehr tragendes Erlebnis, was diese große Fusion aus Capoeira, Samba, Musik, Tanz, Bewegung - aber besonders auch aus Glaube, Gemeinschaft und Kirche - alles kann!

Die positive Energie der letzten Tage wird sicher die nächsten Wochen massivst (in unsere Gruppen) versprüht :) Das tat/tut gut!" - So bringt es Katharina Lang, Anleiterin in unserer Capoeiragruppe in Leipzig, auf den Punkt.

Maik Becker, Ruben Marschall und Hans-Jürgen Neumann erarbeiteten mit 50 Escoleiros und Emerson Araújo (São Paulo und Berlin) ein anderthalbstündiges Konzertprogramm. In Dresden gestalteten wir 2 Podien gegen Rechtsextremismus mit und realisierten zwei eigene Konzerte auf der Open Air Bühne sowie in der Eissporthalle. Erstmals waren auch Thomas Geßner als Gitarrist und Diana Röser als Sängerin dabei.

Die Reise nach Dresden setzte für die Escola Akzente und gab die Richtung vor, in die wir zukünftig gehen wollen: Capoeira, Samba und (Kirchen-)Lieder professionell vermitteln und auf hohem Niveau präsentieren, um damit eine Brücke zwischen verschiedensten Menschen zu schlagen und gleichzeitig unsere Kirche welt- und himmelwärts zu repräsentieren.

Ein großes Dankeschön an jeden Einzelnen, der diese Kraftanstrengung möglich gemacht hat! Besonderer Dank geht an Andréa und Fábio, die schon im Vorfeld eingekaut haben und sich dann in Dresden kontinuierlich um unsere Verpflegung gekümmert haben, an Renate Conrad, die uns trotz anderweitiger Verpflichtungen am Donnerstag Nachmittag auf gesunde Art und Weise mit Salaten und Müsli versorgte, an Ronny, Robert, Sven und Norbert für die zahlreichen Foto-, Video- und Tonaufnahmen und nicht zuletzt an Olrik und Eilika für ihren Arbeitseinsatz im Vorfeld zur Reparatur der Banda-Instrumente!

+ "Kein Bock auf Nazis" - Bericht der Projektleitung Zentrum Jugend

„Man muss als Christ eine klare Stellung gegen Rechts beziehen." Passend zu diesem Ausspruch kamen am 2. Juni viele junge, begeisterte Kirchentagsbesucher in der Trainingseishalle im Sportpark Ostra zusammen, um verschiedene Stimmen zum Thema „Rechtsextremismus" zu hören. Die von Christian Liebchen, Referent des Kinder- und Jugendpfarramtes der EKM, moderierte Podiumsdiskussion unter dem Motto „Kein Bock auf Nazis" beschäftigte sich vor allem mit der Frage, was aktiv gegen Rechtsextreme getan werden könne. So waren alle Teilnehmer am Gespräch in verschiedene Projekte involviert - Auszubildender David Eckart beteiligt sich beispielsweise regelmäßig an Sitzstreiks auf Demonstrationen, Ruben Marschall und René Obst, beide Mitglieder der Profilgemeinde „Escola Popular", sehen ihre Aufgabe darin, mittels Gesang und Bewegung einen Dialog zu Andersdenkenden herzustellen, und Philipp Brückner, Mitbegründer des Satireprojekts „Front der Äpfel", versucht auf spielerische Art die Sinnlosigkeit und Gefahr nationalsozialistischen Gedankenguts darzustellen. Den Einwand, es sei unter Umständen bedenklich, sich über Nazis lustig zu machen, beantwortete er überzeugt: „Man muss über Nazis lachen."Ein weiterer wichtiger Aspekt der Diskussion bildete das Problem der Feindesliebe im Kontext zum „Kampf gegen Rechts". Die Argumentation der Gesprächsteilnehmer fand beim Publikum großen Anklang und kann auch als Konsens der Veranstaltung gesehen werden: Ein Christ sollte auch Rechtsextreme respektieren, gleichzeitig muss er aber Verantwortung übernehmen, indem er etwas aktiv an den Umständen zu verändern sucht, denn „wir wollen alle in einer vielfältigen und friedlichen Welt leben", so Ruben Marschall.
„Escola Popular", eine Profilgemeinde aus Weimar, beieindruckte dabei mit heißen Rhythmen und Capoeira, einer brasilianischen Kampfkunst. (C. Noack)