Escola Popular

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TAGESLOSUNG

05.02.2012

Es wird geschehen zu der Zeit, dass das Reis aus der Wurzel Isais dasteht als Zeichen für die Völker. Nach ihm werden die Heiden fragen.
Jesaja 11,10

Paulus schreibt:  Wenn aber nun du, der du ein wilder Ölzweig warst, in den Ölbaum eingepfropft worden bist und teilbekommen hast an der Wurzel und dem Saft des Ölbaums, so rühme dich nicht gegenüber den Zweigen. Rühmst du dich aber, so sollst du wissen, dass nicht du die Wurzel trägst, sondern die Wurzel trägt dich.
Römer 11,17-18

SOZIALE NETZWERKE

Konzept der Escola PopularKonzept der Escola Popular

+ Die „Escola Popular“ – ein besonderes Bildungsangebot der EKM

Die Anfänge der „Escola Popular" wurden von Hans-Jürgen Neumann (Dipl. Rel. Päd./Gemeindepädagoge) in seiner Tätigkeit als Leiter des SchülerInnenwerkes der ELKTh 1993 in Hopfgarten, Superintendentur Weimar gelegt, während seiner Referententätigkeit in der Landesstelle für Jugendarbeit der ELKTh und später im Kinder- und Jugendpfarramt der EKM zu einem eigenen Ansatz evangelischer Bildungsarbeit profiliert. Er ist seit 1993 als ordinierter Gemeindepädagoge im Dienst und seit 2008 qualifiziert als systemischer Familientherapeut.

Dabei standen interkulturelle Projekte am multikulturellen Gegenstand der Capoeira (brasilianischer Kampftanz), später dann auch der Sambaperkussion im Zentrum der methodischen Arbeit.
Besonderes didaktisches Instrument ist hierbei das Spielen mit Gegensätzen wie: Choreographie und Improvisation, Spaß und Ernst, Gewalt und Gewaltlosigkeit, Individualität und Gruppe, Freiheit und Disziplin, Widerstand und gesellschaftliches Engagement sowie der gesteuerte Einsatz von Musik, Tanz, Akrobatik, Spiel und Kampf sowie die gemeinsame Reflexion der Gruppenprozesse wie der individuellen Entwicklung der Einzelnen.

Damit wurde ein vielschichtiges kulturelles wie gleichzeitig niederschwelliges kirchliches Angebot geschaffen. Bei diesem nutzen wir die integrative Kraft brasilianischer Kultur für die Menschen hier und vermitteln damit, im Kontext der Namen Gottes („Gerechtigkeit", „Friede", „Liebe"): Lebensfreude, Spaß an Bewegung und Musik sowie am Umgang mit sich und anderen.

Die große Anziehungskraft und breite Einsetzbarkeit machen die „Escola Popular" zu einem einmaligen Instrument evangelischer, alters- und sozialgruppen-übergreifenden Bildungsarbeit, einer aktiven wie auch aktivierenden, gemeinschafts- und sinnstiftenden Pädagogik, im Raum der EKM und darüber hinaus.

Mit diesen außergewöhnlichen Aufbrüchen ermöglichen wir neue bewegungs- und rhythmusbezogene aktive wie aktivierende Zugänge zum christlichen Glauben in unserer Kirche und gestalten diese als eine Kirche der Freiheit.

+ Ansatz

Verbindung der sechs Grundphänomene menschlicher Koexistenz:

  • Religion
  • Kunst
  • Erziehung
  • Ethik
  • Politik
  • Arbeit in der eigenen Praxis
 

+ Leitfragenmodell als pädagogische Praxis

Die vier Kompetenzen:

  • Sachkompetenz (Verstehen)
  • Personalkompetenz (Reflektieren)
  • Methodenkompetenz (Beteiligen)
  • Sozialkompetenz (Erschließen)
 

beziehen sich auf die fünf (Leit-)Fragen:

  • Nach dem Menschen
  • Nach Gott
  • Nach Jesus Christus
  • Nach verantwortlichem Handeln
  • Nach Gestalten des Glaubens / Zeichen der Religion
 

+ Leitsatz der Escola Popular

Der Mensch - Ein von Gott geliebtes und gerechtfertigtes Wesen.

 

+ Konzeption im zeitlichen Überblick bis 2008

1993

  • Entwicklung der Idee, erste Versuche der "Capoeira Popular"

1994 - 1998

  • Freizeiten
  • Schulprojekte

1998 - 2001

  • Freizeiten
  • Schulprojekte
  • Großveranstaltungen
  • Antigewaltmaßnahmen
  • Gewinnung und Weiterbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter

2001 - 2008

  • Aufbau weiterer Gruppen
  • Erweiterung der ehrenamtlichen Tätigkeit
  • Ausbau der zentralen Begleitung
  • Gesellschaftliche Bildungsarbeit mit "Bildungsfernen"
  • Therapeutische Projekte
  • Maßnahmen gegen Rechtsextremismus

 

Seit 2000 Weiterführung des Ansatzes auch mit Trommelgruppen der "Percussão Popular".

Seit 2004 Profilierung zur "Escola Popular" durch therapeutische Projekte, verstärkte Ausbildung ehrenamtlicher MitarbeiterInnen, Missionarische Projekte, verstärkte Präsenz im öffentlichen Raum.

Seit 2007 mit dem Schwerpunkt der Integration von Bildungsprojekten mit bildungsfernen Jugendlichen.

+ Ziele und Zielgruppen bis 2015

Ziele bis 2015

  • Ausweitung der spezifischen Bildungsarbeit auf mindestens 4 weitere Kirchenkreise der EKM.
  • Gewinnung neuer Zielgruppen für die EKM, insbesondere Bildungsferne, junge Erwachsene, Kirchenferne.
  • Profilierung der Öffentlichkeitsarbeit für die EKM, im Rahmen von Auftritten im öffentlichen Raum, bei kirchlichen Großveranstaltungen sowie Werbekampagnen.
  • Profilierung des Verkündigungsansatzes und des missionarischen Ansatzes.
  • Profilierung zu einer Profilgemeinde.
  • Entwicklung therapeutischer Ansätze z.B.: Sozialtherapie im Jugendgefängnis, Zusammenarbeit mit psychosozialer Beratung und mit Kinderheimen.

Zielgruppen

Es werden direkt und aktiv Kinder, Jugendliche, Junge Erwachsene und Erwachsene, indirekt auch ältere Menschen erreicht. Die Arbeit eignet sich besonders Kirchenferne, kirchlich Sozialisierte aber Distanzierte, sozial Schwache, Bildungsferne aber auch Junge Gemeinden zu erreichen.

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